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Schulterschmerzen sind am häufigsten durch Schulteransatz-Tendinosen, also Erkrankungen der Sehnen, sowie ausstrahlende Schmerzen von der Halswirbelsäule verursacht. Seltener sind Schulterschmerzen, die durch degenerative Prozesse im Schultergelenk (siehe Arthrose) entstehen. Die häufigsten Schulterdiagnosen sind die (a) einfache schmerzhafte Schulter (Supraspinatussehnensyndrom), die (b) Rotatorenmanschettenruptur, die (c) Tendinosis calcarea (Kalkablagerung) sowie die (d) Schultersteife (frozen shoulder).

Rückenschmerzen können durch erkrankte oder bewegungseingeschränkte Strukturen des Rückens (Wirbelkörper, Muskulatur, Bänder, Sehnen usw.) entstehen oder als ausstrahlende Schmerzen von den inneren Organen (Lunge, Herz, Magen, Galle, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Blasen, Gebärmutter) oder der Hüfte (Beckenschiefstand) ausgehen. Zu den häufigsten Wirbelsäulenerkrankungen zählen (a) Fehlhaltungen, der (b) Schiefhals, (c) degenerative Wirbelsäulenveränderungen, (d) Bandscheibenvorfälle und der (e) Morbus Bechterew. Grundsätzlich ist bei Rückenschmerzen im Erwachsenenalter ist immer auch maligne Prozesse (Metastasen) zu denken. 

Diagnose des Schulterschmerzes

Die genaue Diagnose wird aufgrund der Alltagssymptome (Schulterbeweglichkeit in Grad, Art der Bewegungseinschränkung, Schmerzqualität und -intensität), anhand der Mobilisierbarkeit durch osteopathische Prozeduren sowie ggf. anhand bildgebender Verfahren gestellt. Differenzialdiagnostisch ist dabei zu beachten, dass einerseits Veränderungen bzw. Einschränkungen an der Halswirbelsäule oft mit Schulterschmerzen einhergehen, andererseits auch Herzerkrankungen (Angina pectoris, Herzinfarkt, Herzbeutelentzündungen), Aortenaneurysmen sowie Lungen-, Gallenblasen- oder Zwerchfellerkrankungen mit Schulterschmerzen begleitet sein können.  

Diagnose des Rückenschmerzes

Um zwischen lokalen und ausstrahlenden Schmerzen unterscheiden zu können, ist eine Anamnese der Vorerkrankungen (z.B. frühere Nierenerkrankung) und Begleitsymptome (z.B. Fieber bei Lungenentzündung) erforderlich. Bei akutem Schmerzbeginn und erstmaligem Auftreten der Beschwerden sind als erstes Notfälle bzw. Erkrankungen der inneren Organe auszuschließen. Können diese ausgeschlossen werden, geben Körperhaltung und Gangbild, verschiedene Mobilitätstests und neurologische Tests wertvolle Hinweise zur segmentbezogenen Eingrenzung des Rückenschmerzes. Im Einzelfall müssen Wirbelkörper (z.B. Fixierung eines Wirbelkörpers in Flexion bei Rotation und Seitneigung rechts), Muskeln (z.B. Iliopsoas), Bänder und Sehnen oft gemeinsam behandelt werden, um bspw. einen Schmerz im Bereich der Lendenwirbelsäule zu beheben.

Schmerzbehandlung

Wirksame Schmerzlinderung erfahren Schulterschmerz- und Rückenschmerz-Patienten vor allem mit myofascialen Behandlungen (Bowtech, Osteopathie). Nicht selten muss ein Darm "entgiftet" werden, damit bspw. ein Iliopsoas entspannen kann. Auch Bauch-OPs hinterlassen oftmals eine jahrelange starke Anspannung in der Aufhängung der Bauchorgane, die wiederum Zugspannung auf einzelne Wirbelkörper erzeugen kann. Erfahrungsgemäß braucht es ein mehrschrittiges Vorgehen über einen Zeitraum einiger Monate, um Schulter- bzw. Rückenschmerzen nachhaltig zu lindern. Die Behandlung sollte vom Patienten durch förderliche Ernährung, gymnastische Übungen, sanften Muskelaufbau und Entspannungsübungen begleitet werden.