Narben sind lokale Veränderungen im Bindegewebe, die das Immunsystem schwächen, hormonelle Fehlregulationen verursachen und organische Funktionsstörungen hervorrufen können. Sie werden meist durch Unfälle oder Operationen hervorgerufen und bestehen aus nicht abbaufähigem Material, das vom Körper "unter Zeitdruck" produziert wurde, um eine Verletzung zu schließen. Wesentliche Narbenmerkmale sind die Lokalisation, der Umfang und die Tiefe der Narbe, die Entzündlichkeit (Rötung, Überwärmung, Schmerzhaftigkeit, Schwellung) sowie die Stärke der Kalzifikation der Narbe mit tiefer liegenden meist bindegewebigen Schichten (reduzierte Beweglichkeit der Strukturen).

Narben stören den Organismus, wenn sie eine chronische Entzündung verursachen oder aber chemische, physikalische oder elektrische Reizungen im Organismus hervorrufen. Narben können die Energiebahnen (Meridiane) oder Lymphgefäße des Körpers irritieren, fehlleiten oder blockieren. Insbesondere das Meridiansystem, das energetische Versorgungssystem des Körpers, kann durch Narben gestört werden. Ist ein Meridian durch eine Narbe unterbrochen, ist der distale Abschnitt des Meridians energetisch unterversorgt, während der proximale Abschnitt gestaut ist. Sowohl Energiestau als auch Energieleere sind meist schmerzauslösende Faktoren. Daraus können auf Dauer unerklärliche Beschwerden entstehen, die an der schwächsten Stelle des Körpers zu Erkrankungen und Schmerzen führen. Auch Energielosigkeit oder Unruhe lassen sich im Einzelfall beobachten.

Zur Diagnostik evtl. Störpotentiale von Narben ziehe ich die Anamnese, die Reizdiagnostik, die Meridian- und Pulsdiagnostik, die Untersuchung von Körperhaltung und Gangbild sowie die Untersuchung der Beweglichkeit von Haut, Bindegewebe, Muskulatur und Knochen heran. Zur Behandlung nutze ich die manuelle und energetische Narbenentstörung, die Akupunktur, in einigen Fällen auch ein neuraltherapeutisches Vorgehen. Je nach Narbentyp empfehle ich nach der Behandlung eine Narbensalbe oder ein Narbenöl (z.B. Aconit-Schmerzöl). Bei Hautverklebungen, Dehnungsstreifen, Piercings und Tattoos empfiehlt sich ein vergleichbares Vorgehen. Zur Entlastung des Organismus von Schad- und Schlackenstoffen sollte im Einzelfall die Ausscheidung von Giftstoffen unterstützt werden. Dabei sind zuerst das Grund-/Lymphsystem, danach die Ausscheidungsorgane anzuregen. Erfahrungsgemäß reichen zwei bis drei Behandlungssitzungen zur kompletten Narbenentstörung aus.

Durch die manuelle Narbenentstörung werden die Meridiane wieder mit Energie versorgt, Verspannungen gelöst, die Beweglichkeit des Bindegewebes erhöht und die Organfunktionen verbessert. Nach vollständiger Entstörung sind Narben optisch weniger auffällig, elastischer und weicher. Die Farbe der Narbe passt sich dem übrigen Hautton besser an. Wenn der Verdacht besteht, dass entzündliche Prozesse an Zähnen, an Zahnwurzeln bzw. am Kieferknochen im Spiel sind, empfehle ich eine Abklärung und Behandlung durch Ihren Zahnarzt.

Wie erkennen Sie ein Narbenstörfeld? Um selbst zu erkennen, ob eine Narbe an Ihrem Körper ein Störfeld bildet, empfehle ich Ihnen, folgende Punkte zu beobachten:

  • Ist Ihre Narbe druckempfindlich, juckend oder taub?
  • Haben Sie Schmerzen oder ein Spannen direkt auf der Narbe?
  • Schmerzt die Narbe nach Reizung evtl. etwas länger?
  • Strahlt ein Narbenschmerz sogar in eine entfernte Körperregion aus?
  • Ist die Narbe wetterfühlig?
  • Ist das Narbengewebe wulstig oder eingezogen?
  • Weist die Narbe farbliche Veränderungen auf?
  • Gibt es Symptome Ihres Körpers, die Sie sich nicht erklären können?

Jede einzelne Frage kann einen Hinweis auf eine Narbe als Störfeld geben.